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» Geschichte - der Turnhalle
 
Im Jahre 2004 feierte die Turnhalle ihr 30-jähriges Dasein. Bis 1974 wurde der "Goldene Apfel" als Turnhalle genutzt. Gleichzeitig suchte man nach einer anderen Lösung, da die Gaststätte nur ein Notbehelf war.
Bereits 1973 beschloss die Gemeindevertretung, eine Arbeitsgruppe zu berufen, die sich mit der Vorbereitung und Durchführung der Baumaßnahme "Turnhalle" befassen sollte. Nachdem einige Scheunen im Mitteldorf als mögliche Lösung besprochen wurden, bot es sich plötzlich an, den Platz neben der Schule zu bebauen. Das Grundstück wurde durch die Gemeinde erworben. Noch während der Schneeschmelze begannen im Frühjahr 1973 die Erschließungs- und Planierarbeiten. Ein Organisationsteam, bestehend aus Horst Winter, Christian Winter, Heinz Maatz, Manfred Thomann, Herbert Weise, Rainer Sengeboden, Roland Lietze und Dieter Sauer, traf sich jeden Montag, um den Arbeitsablauf der Woche zu planen.
Gearbeitet wurde mittwochs und freitags nach dem Feierabend sowie samstags. Für das leibliche Wohl der Bauarbeiter sorgte Frau Edith Jatzke.
Anfangs verliefen die Artbeiten recht schleppend, als sich jedoch das Bauwerk aus dem Boden erhob, wollte jeder dabei sein und mitmachen. In den Bau wurden Betonteile einer Kartoffellagerhalle, die bei einem ehemaligen VEG (heute Tünnermeier) im Hof lagen und noch nicht verarbeitet waren, mit einbezogen. Die Gibelseiten wurden an die Gegebenheiten und für die Nutzung als Turnhalle angepasst. Immer wieder mussten finanzielle Mittel besorgt werden.
Deshalb wurden auch das Treppenhaus und der Nasstrakt extra ange-baut, um im oberen Teil Schulräume einrichten zu können. Dadurch konnte eine Förderung über das Schulamt einbezogen werden. Die meisten Arbeiten wurden über Eigenleistung des Dorfes erbracht. Lediglich der Fußboden - ein Schwingholzfußboden, zu dieser Zeit das Neueste vom Neuen -, die Fliesen in den Nasszellen, die Elektrik, die Elektroheizung und die Dachdeckung wurden bei Firmen im Umkreis in Auftrag gegeben. In 1 1/2 Jahren entstand eine 400 m² große Turnhalle - einschließlich der sanitären Anlagen, Umkleideräume und der zwei Klassenzimmer (Turnhalle allein 270 m²) - in 17'000 freiwilligen Arbeitsstunden mit einem Wert von damals 375'000 Mark.
1993 wurde die Turnhalle renoviert: Es wurden neue Wärmeschutzfenster in die Nordfassade und auf der Straßenfassade Sicherheitslasscheiben eingesetzt.
Quelle: Stolpner Hefte, Heft 11 "Aus der Geschichte von Langenwolmsdorf"
 
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